Employee Zero

Shownotes

In dieser Folge von HiWay spricht Holger Bley über seinen Weg bei HiSolutions – von den Anfängen als erster Mitarbeiter bis in die heutige Rolle im Vorstand. Die Folge ist eine Zeitreise durch 30 Jahre IT-Beratung, in denen sich eine Nischenbranche zu einem zentralen Treiber von Digitalisierung, Sicherheit und KI entwickelt hat. Im Mittelpunkt steht weniger der Titel als die Frage, was Unternehmen über lange Zeit trägt: Wie entstehen Werte, die Wachstum überstehen? Wie bleibt ein gemeinsamer Kompass erhalten, wenn aus wenigen Menschen mehrere hundert werden? Holger beschreibt, wie frühe Entscheidungen, Freiräume und gelebte Verantwortung zur DNA eines Unternehmens werden – und warum Führung vor allem durch Vorleben wirkt. Eine Folge über Wandel ohne Bruch, über Aufbruch ohne Selbstverklärung – und darüber, wie sich Unternehmenskultur bewusst weitergeben lässt, während sich Umfeld, Technologien und Erwartungen permanent verändern. Moderation: Jaqueline Nayis

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00:00:01: Und ich mache es immer daran fest, früher, wenn ich das in meinem Freundes- oder Familienkreis erlortete, was mache ich eigentlich, hat das keiner verstanden.

00:00:11: Aber jetzt, und das ist die gesellschaftliche Bedeutung, wenn man sagt, wir beraten Unternehmen, um zu digitalisieren, um KI anwendbar zu gestalten, das versteht jeder.

00:00:20: Das heißt, es ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und ein Ja.

00:00:25: Riesiges Thema auch eben für uns als Unternehmen.

00:00:28: Und da bin ich auch selber sehr froh, dass ich das mitgestalten konnte.

00:00:38:

00:00:40: HiWay dein Wegweiser für Digitalisierung und Sicherheit präsentiert von HiSolutions

00:00:50: Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom HiWay, dem Podcast der High Solutions.

00:00:55: Schön, dass ihr heute wieder mit dabei seid.

00:00:57: Ich möchte euch heute alle mitnehmen auf so eine kleine Zeitreise mit meinem heutigen Gast.

00:01:02: Und zwar geht es um eine Zeit, in der IT-Beratung noch als Nischenthema galt und der Gesellschaft damals eigentlich noch gar nicht klar war, in welche Richtung das gehen würde und wie bedeutsam das für die Industrie werden würde.

00:01:17: Und mein heutiger Gast hat eben genau diese Zeit miterlebt.

00:01:20: Er hat diesen Wandel miterlebt und den Wandel sogar mitgestaltet.

00:01:24: Vom ersten Mitarbeiter eines IT-Unternehmens bis hin zur Vorstandsetage.

00:01:30: Herzlich willkommen Holger.

00:01:32: Hallo Jaquie

00:01:34: Genau, wir wollen heute über deinen persönlichen Weg sprechen, darüber, wie du in dem Unternehmen gestartet bist, also bei uns in der heiße Solutions, bis hin zur Position des Vorstandes eines wirklich groß gewordenen Unternehmens und wie du eben den Wandel der Zeit auch mit aufgenommen hast.

00:01:51: Meine Zeitreise würde ich gerne mit einem kleinen Icebreaker starten, Olga.

00:01:56: Und zwar würde ich dich gerne fragen, ob du dich daran erinnerst, welcher Song damals in den Charts war, als du ... Dein Vertrag bei HiSolutions unterzeichnet hast.

00:02:05: Gute Frage, aber ich glaub, das war irgendwas von OASIS.

00:02:08: Oh, okay.

00:02:09: Schon lange her.

00:02:10: Also vielleicht als Einordnung für die Zuhörerschaft.

00:02:14: Um welche Zeit es sich dort handelt.

00:02:20: Ich hab ja schon gesagt, du hast damals angefangen zu einer Zeit, wo OASIS Songs liefen, aber eben auch, wo ... wo IT-Beratung so ein Nischenthema war.

00:02:30: Und das war eben nicht absehbar, wie zentral die IT-Beratung für unsere Gesellschaft irgendwann mal sein würde.

00:02:38: Da sollte man meinen, dass das eigentlich gar keine sichere Branche ist und dass man sich vielleicht eher für was anderes entscheiden würde.

00:02:46: Was war damals die Motivation für dich?

00:02:48: Was hatte ich davon überzeugt, gerade in so ein junges Unternehmen und in diese Branche zu gehen?

00:02:54: Ja, ähm ... Erst mal vielen Dank, dass ich hier sein kann, Jaquie.

00:03:00: Und deine Einleitung, die macht mich natürlich jetzt extrem alt.

00:03:03: Das war

00:03:04: nicht meine Absicht.

00:03:07: Man muss den Tatsachen auch ins Auge blicken.

00:03:10: Es ist

00:03:10: nicht alt, es

00:03:13: ist weise.

00:03:14: Es ist tatsächlich, um auf die Frage einzugehen, ich glaube, man muss tatsächlich mal die Zeiten ein bisschen zurückdrehen und auch zu verstehen, warum man gewisse Entscheidungen dann auch trifft.

00:03:24: Und ich bin jetzt im dreißigsten Jahr bei HiSolutions.

00:03:28: HiSolutions ist auch mein erster Arbeitgeber.

00:03:31: Das heißt, wir müssen tatsächlich mal dreißig Jahre zurückgehen.

00:03:34: und wie war da eigentlich so, was passierte da in Berlin?

00:03:39: Was passierte da eigentlich grundsätzlich?

00:03:41: Ich hatte gerade mein Diplom Wirtschaftsingenieur Studium abgeschlossen.

00:03:46: Ich kam aus England zurück.

00:03:48: Meine Kommilitonen hatten gleichzeitig jetzt schon begonnen, sich in verschiedensten Branchen auch zu bewerben.

00:03:53: Die Topbranchen waren im Banking, die waren in der Energiewirtschaft interessanterweise oder die klassischen Trainee-Programme der DAX-Konzerne.

00:04:02: Und ich musste mich ja nun auch irgendwie umschauen, was mache ich?

00:04:06: Ich hatte so einen systemanalytischen Hintergrund, also vom Lehrstuhl Informatik bin aber kein Informatiker.

00:04:12: Und ja, der Glücksfall wollte es, dass damals ein ja, wissenschaftlicher Mitarbeiter, der TU Berlin, die Gründer von heißen Lufenskante, bei dem wissenschaftlichen Mitarbeiter hatte ich meine Diplomarbeit gemacht und der brachte uns zusammen.

00:04:30: Und als ich so merkte, okay, die Assessment-Center, die ich auch in den verschiedensten Bewerbungs-Situationen schon hinter mich gebracht hatte, das passte irgendwie alles nicht zu mir.

00:04:40: Und dann merkte ich, okay, in dem Umfeld mit den Gründern zusammen, Da kann man was bewegen.

00:04:48: Man spürt den Spirit, man spürt eine Tatkraft und ich wollte was bewegen.

00:04:53: Und das war für mich dann in dem Moment klar, okay, das ist das richtige Umfeld für mich.

00:04:58: Und die Branche IT, gut, das war für mich noch unvertraut.

00:05:04: Und der Wandel, der dann stattfand, also es war wirklich enorm.

00:05:07: Es war in der Gesellschaft eigentlich... keine große Bedeutung.

00:05:11: Es gab Informatiker, die irgendwas entwickelten und programmierten, aber dass man in der IT-Beratung irgendwie auch viel Karriere machen kann.

00:05:19: Das war gar nicht so absehbar.

00:05:21: Und dann kam aber immer mehr.

00:05:23: Dann kam Multimedia.

00:05:25: Wir beschäftigten uns dann aus der Organisationsberatung heraus mit den Fragestellungen.

00:05:30: Wie kann eine IT organisiert werden?

00:05:32: Dann kam, wurde das Internet natürlich immer präsenter.

00:05:35: New Economy, die ganzen Zeitpunkte, in denen irgendetwas passierte, wurden immer größer.

00:05:42: Und ich mache es immer daran fest, früher, wenn ich das in meinem Freundes- oder Familienkreis erlortete, was mache ich eigentlich, hat das keiner verstanden.

00:05:51: Aber jetzt, und das ist die gesellschaftliche Bedeutung, wenn man sagt, wir beraten Unternehmen, um zu digitalisieren, um KI anwendbar zu gestalten, das versteht jeder.

00:06:01: Das heißt, es ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und ein Ja.

00:06:05: Riesiges Thema, auch eben für uns als Unternehmen.

00:06:09: Und da bin ich auch selber sehr froh, dass ich das mitgestalten konnte.

00:06:12: Aber das ist auch total mutig zu sagen, die etablierten Bereiche passen nicht zu mir.

00:06:18: Ich gehe eher in das Reihen, was mir nicht so bekannt ist, aber wo ich Herausforderungen finde, wo ich weiß, die Leute, die das gestalten, bringen so eine Aufbruchsstimmung mit.

00:06:26: Weil ich habe mich für IT entschieden, weil ich eben wusste, Ich finde, hundertprozentig ein Job, das ist eine stabile Branche, wo ich immer was finden werde.

00:06:35: Das ist total interessant, wie du damals schon gedacht hast.

00:06:42: Wir haben es ja schon gesagt, erster der Mitarbeiter.

00:06:44: Das heißt, du hast HiSolutions wirklich noch mitbekommen.

00:06:47: Es ist ein kleiner Laden, war mit wenig Menschen, die das mitgestaltet haben, bis hin zu einem Unternehmen mit über ... mit Hunderten von Mitarbeitern.

00:06:56: Was war für dich der prägenste Wandel, den du mitbekommen hast?

00:07:00: Ich würde vielleicht zu zwei Punkte mal versuchen zu benennen.

00:07:06: an der Stelle.

00:07:09: Ich hatte ja erwähnt, das war ein besonderer Spirit, in dem wir uns bewegten und da waren wir natürlich sehr klein.

00:07:14: Wir haben uns Freitag Vormittags zusammengetroffen in Office, nachdem wir alle vier Tage in der Woche bei irgendwelchen Kundenprojekten waren und am ersten Mal gemeinsam gefrühstückt.

00:07:25: Und das war ein ganz nettes Umfeld.

00:07:30: Und als man dann so merkt, okay, man ist erfolgreich, man wächst, dann gab es so den ersten Sprung auf fünfzehn-zwanzig Mitarbeiter und da merkte man schon, es wird anders.

00:07:40: Und das war eigentlich so das erste Mal, dass wir auch selber mitbekommen.

00:07:43: Das war so der erste Zeitpunkt des Wandels.

00:07:45: Man muss sich anders organisieren.

00:07:47: Man muss auch die Zusammenarbeit anders organisieren.

00:07:50: Und dann gibt es immer so gewisse Sprünge im Unternehmen.

00:07:53: Das habe ich jetzt so im Nachhinein auch gesehen.

00:07:55: So ab Achtzig Mitarbeiter muss man sich wieder anders organisieren.

00:07:58: Ab Hundertfünfzig Mitarbeiter würde ich einfach mal sagen, auch schon wieder anders.

00:08:03: Die Kunst ist dabei nicht zu übersteuern.

00:08:06: Also sozusagen das, was einem wichtig ist, sich zu erhalten.

00:08:09: Und das ist dieser Spirit, von dem ich sprach, den ich bei den Gründern erlebte, den ich auch bei meinen Kollegen und Kolleginnen erlebte.

00:08:17: Wie erhält man sich diesen Spirit?

00:08:19: Wie überführt man das in eine DNA, die HiSolutions ausmacht?

00:08:23: Und das ist so das zweite prägende Ereignis dieser Wechsel, dass sozusagen soweit zu verstehen, was ist eigentlich die DNA?

00:08:32: Wie leiten wir das aus uns ab?

00:08:33: Weil wir dieses Umfeld, in dem wir arbeiten, eben sehr schätzen und genau in dem Umfeld ja auch erfolgreich sind.

00:08:40: Wie leitet man diese DNA so ab, dass wir sie wiederum auf die nächsten Führungsebenen übertragen können?

00:08:45: Weil so wollen wir ja alle arbeiten.

00:08:47: Und das war nochmal ein ganz entscheidender Punkt, dass es uns gelingt, das auch zu übertragen auf die nächsten Führungsebenen.

00:08:55: die dann ja genauso auch handeln sollen.

00:08:57: Und das ist ein Wertesystem.

00:08:58: Das ist ein ganz wichtiger Wertesystem, was uns als Führung viel bedeutet, worauf wir intensiv achten und wo es natürlich auch immer wieder Veränderungen geben kann, weiter Entwicklung.

00:09:11: Und das ist das, was wir jetzt natürlich auch immer wieder im Blick haben.

00:09:15: Das heißt, man ist sich selbst treu geblieben, obwohl sich das Umfeld immer wieder geändert und gewandelt.

00:09:20: Man hat den Kompass.

00:09:21: Man hat den so justiert, dass man weiß, wo geht's eigentlich entlang.

00:09:25: Was ist das Wesentliche?

00:09:26: Und natürlich findet immer Wandel und Wechsel statt, aber es gibt gewisse Dinge, die sind uns, ich sag mal, bewusst heilig und die unsere DNA ausmachen und mit der DNA auch den Erfolg ermöglicht haben, den wir haben.

00:09:41: Und so gut weitergeben, konntet ihr oder können wir das als Unternehmen, weil das vorgelebt wird, würdest du sagen?

00:09:48: Das ist viel im Zusammenhang mit Vorleben, natürlich, aber es ist auch im Prinzip das... Also das Übertragen, wie überträgt man so etwas, ist ja auch nicht einfach nur, weil man das will und sagt, jetzt machen wir das mal so.

00:10:02: Sondern es ist das Zusammenspiel.

00:10:04: Wie überträgt man das?

00:10:05: Wie lebt man es vor?

00:10:07: Wie achtet man auch darauf, dass es so weitergelebt wird?

00:10:11: Und dass es eben das Wertesystem der HiSolutions ist, um das es uns da geht.

00:10:17: Was ja auch beeindruckend ist, du hast es schon eingangs gesagt, dreißig Jahre, das ist eine echt lange Zeit.

00:10:23: Und es ist dein erster Arbeitgeber.

00:10:25: Was hat dich so lange hier gehalten?

00:10:28: Das ist eine sehr gute Frage, die ich mir ja auch im Laufe der Jahre und Jahrzehnte immer wiedergestellt habe.

00:10:36: Und die Antwort ist relativ einfach.

00:10:39: Es gab keinen Grund, warum ich hätte woanders hingehen sollen.

00:10:43: Und das muss man ... vielleicht mal so ein bisschen versuchen zu verstehen, woran das dann liegt, weil sicherlich Geld kann man woanders auch vielleicht sogar mehr verdienen.

00:10:53: Aber es geht ja, oder es ging mir darum, im Prinzip Dinge mir zu ermöglichen, die ich vielleicht woanders so nicht ermöglichen konnte.

00:11:03: Und das war vom ersten Tag so, dass ich Freiräume hatte.

00:11:08: Diese Freiräume habe ich dann verantwortungsvoll auch für mich genutzt und bin dadurch nie an Grenzen gestoßen.

00:11:15: Und das eben in einer Dynamik eines Unternehmens, was kontinuierlich wächst, wo man dadurch natürlich seinen eigenen Beitrag auch leistet zu diesem Wachstum, aber eben man hatte diese Freiräume.

00:11:28: Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass ich irgendwie überstimmt wurde in irgendeiner Art und Weise.

00:11:34: Und genau das ist es, was mich hier sozusagen nicht nur gehalten hat, sondern warum ich hier eben in einem Arbeitsumfeld mich bewege, was genau zu mir passt und was ich aber wiederum auch meinen Mitarbeitenden zur Verfügung stellen möchte, weil das ist die Basis, auf der wir alle gemeinsam wachsen können.

00:11:53: Und ich versuche eben, dass dieses, was ich erlebt habe, entsprechend dann auch so weiterzugeben, dass eben alle das auch so erleben können.

00:12:01: Also ein Umfeld, das dir gefallen hat beim ersten Mal schon, bei den Frühstücksessen, was ihr regelmäßig hattet bis zu einem Umfeld, das du auch mitgestaltet hast.

00:12:12: Danke, dass du uns so viele auch persönliche Einblicke gegeben hast, Holger.

00:12:17: Und von den Anfängen in kleinen Räumen mit großen Träumen berichtet hast bis hin zum erfolgreichen und etablierten Unternehmen.

00:12:25: Danke für die ganzen Informationen.

00:12:27: Danke für deine Eindrücke, Holger.

00:12:29: Und danke auch, dass ihr wieder mit dabei wart.

00:12:32: Wenn euch der Podcast gefallen hat, dann lasst uns doch gerne ein Abo da und lasst auch gerne eine Bewertung da.

00:12:38: Wir freuen uns aufs nächste Mal, seid gerne wieder mit dabei, wenn wir wieder ein Experten drei Fragen und zehn Minuten

00:12:58: haben.

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