Vom Betroffenen zum Beteiligten: Change-Management und Psychologie in der IT | Ann-Christin Ziaja

Shownotes

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  1. Change Management Beratung

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00:00:01: Wie komme ich zu einer Entscheidung, die eine Veränderung mit sich bringt und wie gehe ich damit um?

00:00:07: Ich selber brauchte für Klarheit ein Abwägen.

00:00:10: Was genau bedeutet das?

00:00:13: Ich versuche herauszufinden wo diese Unsicherheit herkommt also welche blinden Flecken habe ich?

00:00:17: was muss ich noch an Informationen bekommen damit ich in diese Veränderungen gehen kann?

00:00:25: Und

00:00:26: ich versuche abzuwäge was für einen Mehrwert die Veränderungen mit sich bringt Und das ist auch der Grundgedanke, den ich versuche mit in meine Arbeit zu bringen.

00:00:38: Wenn Mitarbeiter vor einer Veränderung stehen sind sie erst mal Betroffene von dieser Veränderungen und ich sehe es als meiner Aufgabe die Betroffenen zu Beteiligten zu machen.

00:01:01: Hi

00:01:08: und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom HiWay, dem Podcast der HiSolutions.

00:01:13: Schön, dass ihr alle wieder mit dabei seid!

00:01:15: Und ihr kennt das bestimmt auch alle?

00:01:17: Ihr habt bestimmt alle diesen einen Kollegen auf Arbeit, den es sehr schwierig fällt, mit Veränderungen mitzugehen weil ... Das war ja schon immer so, ne?

00:01:25: Und diesen Spruch muss sich bestimmt Ann-Christin ganz oft anhören Weil Ann-Christin beschäftigt sich bei uns im Unternehmen mit Change Management Und darum soll es auch heute in unserer Folge gehen.

00:01:36: Es soll um die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik gehen, und du als Psychologin begleitest Projekte bei uns in Sachen Change Management und solltest eben den digitalen Wandel mitgestalten aber eben mit klarem Fokus auf den Menschen der hinter der Technik steht.

00:01:52: Herzlich willkommen Ann-Christin!

00:01:59: Wir wollen heute auch darüber sprechen wie die Veränderungen gelingen können?

00:02:03: und das Widerstände dazugehören, wie wir mit widerständen umgehen können.

00:02:08: Das mich aber vorab interessieren würde, weil immer wenn ich am Psychologen denke, denke ich eher an so wissenschaftliche Stellen- und Positionen- und Berufe oder eben an das Medizinische.

00:02:19: von daher möchte ich erst einmal damit einsteigen, wie eine Psychologe in ihren Weg in die Beratung und vor allem in die IT-Beratung gefunden hat?

00:02:27: Ja, ähm... Frage, die ich häufiger mal bekomme.

00:02:32: Es scheint immer sehr ungewöhnlich zu sein.

00:02:35: Grundsätzlich interessiere ich mich als Psychologin für den Menschen, für das Verhalten und das Erleben wie Menschen miteinander agieren?

00:02:43: Wie Menschen Entscheidungen treffen oder mit Veränderung umgehen?

00:02:47: Und... Ich bin in die IT-Unternehmensberatung gekommen Nachdem ich vorher in der Kommunikation und Organisationsentwicklung war, hat mich der Weg hierher geführt.

00:02:59: In die IT-Unternehmensberatung.

00:03:00: Und es wirkt auf den ersten Blick ein bisschen ungewöhnlich ist das für mich aber gar nicht.

00:03:06: Es ist sehr stimmig denn in der IT befinden wir uns eigentlich die ganze Zeit im Transformationsprozess also einer stetigen Veränderungen und es werden Systeme eingeführt, Tools eingefügt neue Prozesse Und es gibt die Mitarbeitenden, die diese Veränderung umsetzen und in den Arbeitsalltag einbringen.

00:03:30: Ohne die Mitarbeiter, die dieser Veränderungen leben und umsetzten?

00:03:35: Es gibt keine Veränderungs- und das ist der Punkt an dem ich ansetze!

00:03:40: Das ist für mich der spannende Punkt.

00:03:44: Und gerade so das Thema Digitalisierung ist allgegenwärtig.

00:03:48: wir alle sind davon betroffen.

00:03:50: Wir kennen das alles aus unserem Alltag.

00:03:53: IT und digitales kommt immer näher, jeder zahlt irgendwie mit dem Handy oder alles ist irgendwie sehr digital.

00:04:04: Und es betrifft einfach uns alle!

00:04:06: Das finde ich wichtig diesen Wandel mitzugestalten und dann weiterergleisten zu können diese Veränderung mitzuschaffen.

00:04:16: Ja

00:04:17: das ist so was mich motiviert.

00:04:20: Ich find das total schön.

00:04:22: Vor allem Veränderung ist ja auch besonders für die Menschen riesig, die vielleicht keine Digitalnatives sind und die gibt es auch nicht alle Gen Z.

00:04:32: Und

00:04:32: diese Menschen beschäftigen sich vielleicht dann ihrem Alltag gar nicht so ausgiebig mit neuen Technologien, mit neuen Smartphones oder so, sodass dieser Change für sie im Beruf bestimmt total schwierig ist und eine riesige Veränderungen.

00:04:48: Mich würde bei diesem Begriff Veränderungen zwei Aspekte brennt interessieren.

00:04:52: Zum einen, wie gehst du persönlich mit Veränderung um?

00:04:55: Und was davon nimmst du mit und gibst an deine Kunden weiter?

00:05:00: Ja, Veränderungsbedeutelte erst mal für viele eine Unsicherheit.

00:05:06: Du kennst das ja wahrscheinlich auch.

00:05:07: Man ist gerne in seiner Komfortzone, man hat seine Routinen, man weiß, was so kommt, wie die Abläufe sind – alles ist vorhersehbar!

00:05:15: Wenn dann eine Veränderion kommt ... Sei es eine, die ich selber beigeführt habe oder die von außen kommt.

00:05:23: Ja muss man sich erstmal sammeln und erst mal gucken was da eigentlich so passiert dass diese Unsicherheit kommt.

00:05:28: und für mich selber gehe ich dann damit um das.

00:05:34: Ich versuche mir eine Klarheit zu schaffen.

00:05:36: also Was?

00:05:38: Was heißt jetzt?

00:05:39: warum ist ja jetzt gerade eine Veränderung?

00:05:40: wir haben alle im Alltag mit zugrundsätzlichen Veränderungen die kommen.

00:05:44: Wir treffen jeden tag Entscheidungen Lebensentscheidungen wie Wo möchte ich leben, wo möchte ich wohnen?

00:05:51: Welchen Job nehme ich an?

00:05:52: Welches Studium.

00:05:53: Es kann aber auch so innerhalb des Alltages sein oder des Arbeitsalltages mit... Ich fühle mich in meinem Team total wohl.

00:06:01: Aber im anderen Team könnte ich mich fachlich eigentlich besser weiterentwickeln.

00:06:05: Aber ich fühle mir jetzt hier einfach schon gut etabliert und möchte eigentlich in meinem team bleiben.

00:06:11: Grundsätzlich wie komme ich zu einer Entscheidung, die eine Veränderung mit sich.

00:06:17: Und wie gehe ich dann damit um?

00:06:18: Ich selber brauche dafür Klarheit, ein Abwägen.

00:06:21: Was genau bedeutet das?

00:06:24: Ich versuche herauszufinden wo diese Unsicherheit herkommt.

00:06:27: also welche blinden Flecken habe ich?

00:06:29: was muss ich noch an Informationen bekommen damit ich in diese Veränderung gehen kann?

00:06:36: und ich versuche abzuwägen was für einen Mehrwert die Veränderungen mit sich bringt.

00:06:44: Das ist so auch der Grundgedanke, den ich versuche mit in meine Arbeit zu bringen.

00:06:49: Wenn Mitarbeiter vor einer Veränderung stehen sind sie erst mal Betroffene von dieser Veränderungen und... Ich sehe es als meiner Aufgabe die Betroffenen zu Beteiligten zu machen das heißt wenn die Mitarbeitenden selbst Teil der Lösung werden können.

00:07:08: für diesen Veränderungsprozess steigt Akzeptanz Sie erleben eine Selbstwirksamkeit und können dadurch diese Veränderung mitgestalten, mitleben.

00:07:20: Und werden sie dann auch umsetzen?

00:07:22: Denn erst mal eine Veränderungen so was wie ein eingeführtes Tool ist erstmal nur das eingeführte Tool.

00:07:28: Es muss dann auch Umgesetzt und gelebt werden.

00:07:29: und dass passiert durch die Mitarbeitenden.

00:07:32: Ja und in diesem Prozess kann es auch zu Widerständen kommen, zur Spannung des Menschen Mitarbeiter sich nicht sowohl fühlen Und das ist ganz normal, das gehört dazu und hat auch oft was Fruchtbares.

00:07:51: Ich versuche dann herauszuarbeiten, was genau dahinter steckt und wie wir das in etwas Konstruktives umwandeln können?

00:07:58: Also durch die Widerstände und durch andere Meinungen eben nicht einfach nur Menschen, die sagen ja ich nehme die Veränderung jetzt an und mache sie mit sondern Leute, die vielleicht eher hinterfragen können sich ja dann auch die Widerstande ergeben.

00:08:10: Können vielleicht den Fokus auf Dinge legen, die einem gar nicht so bewusst sind?

00:08:13: Genau!

00:08:14: Das wäre dieses Aufdecken von blinden Flecken.

00:08:16: was braucht eigentlich jetzt dieses Team damit es die Veränderung tatsächlich umsetzen kann.

00:08:24: Die Veränderungen entsteht nicht durch etwas das von außen übergestülpt wird sondern als etwas das gemeinsam gestaltet wird.

00:08:31: Das ist eine schöne Antwort.

00:08:36: Wir sprechen ja auch so sehr viel miteinander im Unternehmen.

00:08:40: Ich hatte eines meiner ersten Projekte mit dir, eine sehr schöne Erfahrung und dort warst du eben auch in der Rolle drin.

00:08:45: Und damals habe ich schon erfahren dass dein Leitspruch ist, ich lasse mal die Kollegen das IT-Fachliche machen und du kümmerst dich dann primär um das Zwischenmenschliche.

00:08:56: Was genau heißt das für Dich?

00:08:59: Wie setzt Du das um?

00:09:00: Ja!

00:09:02: So erkläre ich das immer gerne, wenn mich jemand fragt was ich eigentlich so beruflich mache.

00:09:07: Die Kollegen machen das IT-Fachliche Ich mach' das Zwischenmenschliche und es heißt... ...ich bau eine Brücke zwischen der Technik und dem Menschen Und dieses.. Ich begleite die Menschen auf diesem Veränderungsprozess Wenn das Tool neu eingeführt ist, wenn neue Prozesse eingeführte werden Wenn in der Organisation neue Rollen entstehen, die gelebt werden wollen.

00:09:33: Rollen, die dann mitarbeiten bekommen, die vorher gar nicht so sehr damit in Berührung waren, die miteinander agieren müssen und werden, damit diese neue Organisation funktioniert.

00:09:49: an der Stelle setze ich an.

00:09:50: Und ich arbeite systemisch.

00:09:52: Systemisch heißt Ich schaue nicht das einzelne Individuum an sondern Ich schaue mir das gesamte Umfeld an.

00:09:59: Wo befindet sich das Individuum oder das Team, je nachdem mit wem ich arbeite?

00:10:05: Wo befindet es sich in der Organisation und wo können wir ansetzen damit die Veränderung bestmöglich umgesetzt werden kann und gelebt werden kann?

00:10:17: am Ende Und ich arbeide dabei auch Lösungs- und Ressourcen orientiert Das heißt Ich bringe keine fertige Musterlösung mit und erkläre, so und so muss es gemacht werden damit es funktioniert.

00:10:31: Sondern ich verstehe mich als Wegbegleiterin, als Impulsgeberin und helfe dem Team dabei die Lösung selbst zu erarbeiten.

00:10:44: also ich habe diese Grundhaltung das Team, die Organisation weiß am besten, was für sie gut ist und was funktioniert.

00:10:52: Das weiß ich als Externe nicht.

00:10:54: Wieder

00:10:54: das Beteiligen?

00:10:55: Genau,

00:10:55: dieses... Ich über Ihre Kopf hinweg...

00:10:57: Genau!

00:10:57: Es ist nicht ein Überstülpenes, es ist ein Erarbeiten und ich helfe dabei dass diese Lösungen, diese Gedanken hervorkommen können.

00:11:04: Das ist der Prozess denn nur so kann die Veränderung oder das Projekt am Ende erfolgreich umgesetzt werden Mitarbeitende verstehen, um was es geht akzeptieren nehmen die Veränderungen an und integrieren sie in den Arbeitsalltag.

00:11:24: Und das ist ja das Ziel, damit es am Ende gut funktioniert.

00:11:30: Das Ziel ist letztlich dass das Team oder die Organisation sagt, das ist unsere Lösung.

00:11:39: Damit sind wir zufrieden.

00:11:40: Das ist aber komplexer als es zunächst

00:11:44: Klingen

00:11:44: mag, weil es gibt wahrscheinlich so viele verschiedene Charaktere auf die du triffst und keine Transformation ist wie die andere.

00:11:51: Kein Unternehmen ist wieder das andere und vor allem kein Mensch, auf den du gerade individuell stößt, ist wieder andere.

00:11:57: von daher erfordert das an deiner Seite auch und dort kommen wir wieder zum Psychologischen ein riesiges Maß an Empfindsamkeit, Anachtsamkeit um alles aufzunehmen und wahrzunehmend was außen herum ist.

00:12:09: Ich fand das gerade sehr bereichernd Ann-Christine.

00:12:12: Ich nehme mir davon ganz viel mit in eigene Projekte, vielleicht packe ich dich auch einfach ein?

00:12:16: Ja gerne!

00:12:17: Von daher danke dass du uns so einen schönen tiefen Einblick in dein Arbeitsalltag und in deinen Doing gegeben hast.

00:12:25: Das war es dann auch mit der heutigen Folge.

00:12:28: Danke, dass ihr alle wieder mit eingeschaltet habt.

00:12:30: Wenn euch die Folge gefallen hat, dann abonniert gerne unseren Podcast und lasst uns gerne eine Bewertung da.

00:12:36: Ansonsten freue ich mich, wenn ihr auch das nächste Mal wieder mit dabei seid, wenn wir wieder ein Expertin drei Fragen in zehn Minuten haben.

00:12:42: Bis

00:12:58: dahin!

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