Vom It-Girl zum IT-Girl: Quereinstieg nach 16 Jahren Einzelhandel in die IT-Beratung | Melanie Heßler

Shownotes

Melanie Heßler hat 16 Jahre im Einzelhandel gearbeitet, als Filialleitung, in der Fashion-Branche. Dann wollte sie etwas Neues, etwas, das ihren Kopf stärker fordert. 2018 entschied sie sich, Verwaltungsinformatik zu studieren, und vollzog damit den Wechsel vom Einzelhandel in die IT-Beratung für die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung. Im Gespräch mit Jaqueline Nayis erzählt Melanie, warum dieser Schritt eine der besten Entscheidungen ihres Lebens war, welche Fähigkeiten sie aus dem Einzelhandel mitgenommen hat und warum People Management am Ende in beiden Welten der Kern der Arbeit ist. Außerdem geht es um Frauen in der IT, die laut Bitkom nur 18 Prozent ausmachen, und um die Frage, warum diese Hürde für viele oft im Kopf beginnt. Eine persönliche Folge über Mut, Veränderung und darüber, dass ein Quereinstieg in eine technische Branche, auch ohne klassischen IT-Hintergrund gelingt. Moderation: Jaqueline Nayis

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00:00:01: Was hat mich bestärkt?

00:00:04: Ich hab, ehrlich gesagt so nicht wirklich drüber nachgedacht.

00:00:06: Ich habe es einfach gemacht

00:00:08: und

00:00:09: ehrlich gesagt ist mir das auch so ein bisschen egal ob dass Männer oder Frauen dominiert ist oder also ich sage auch immer okay die besten Köche sind auch oder die Star-Köche Michelin-Körche das sind meistens Männer ja bessere Visagisten sind auch oft Männer.

00:00:23: da würde man auch denken es ist vielleicht Frauen dominieren würde ich auch nicht unterschreiben.

00:00:27: Und ehrlich gesagt, also da ich in der früheren DDR geboren und aufgewachsen bin – auch wenn bei dem Mauerfall jetzt noch klein war – muss ich sagen das Gefühl habe ich auch beim in meiner Kindheit Jugend nicht so wirklich verspürt dass man dann gesagt hätte, das ist jetzt ein Männer- und Frauenberuf weil meine Mutter, meine Schwester sind beide Industriemechanikerinnen.

00:00:50: Das war für mich total normal, dass die halt auch irgendwie einen Handwerksberuf in der Industrie machen können.

00:00:57: Das habe ich gar nicht infrage gestellt.

00:01:10: Hi

00:01:17: und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Highway, dem Podcast der High Solutions.

00:01:21: Schön, dass ihr alle wieder mit dabei seid!

00:01:23: Ich hab heute ein recht persönliches Thema weniger Fachbezogen Und zwar habe ich heute eine meiner liebsten Kolleginnen bei mir, die Melanie.

00:01:32: Mel hat hier angefangen als Werkstudentin gleich im Bereich der öffentlichen Verwaltung für die digitale Transformation der öffentliche Verwaltung was bei dir auch naturgemäß erfolgt ist weil du einfach oder wir zusammen Verwhaltungsinformatik studiert haben und interessanterweise hast Du aber quasi ein Leben davor geführt.

00:01:55: Du kommst eigentlich aus dem Einzelhandel Genau.

00:01:58: Und darüber wollen wir heute sprechen, wie ist das als Quereinsteiger in dieser Branche?

00:02:02: Wie ist es, als Quvereinsteinger eine so mennerdominierte Branche zu kommen und was kannst du anderen Frauen mitgeben um den gleichen Mut zu entwickeln, wie du ihn hattest?

00:02:12: Herzlich willkommen mei!

00:02:13: Hallo Sakine Frage eins

00:02:18: Ich werde auch gleich in die Thematik einsteigen.

00:02:21: Ich habe es ja schon gesagt, dass im Einzelhandel deine Ausbildung gemacht und dann bist du noch einige Jahre dort geblieben.

00:02:26: Was für Ja-Leitung?

00:02:28: Was in der Fashion tätig ist, sage ich immer vom It Girl zum IT Girl quasi... Was hatte dich dazu bewegt diesen komplett anderen Weg einzuschlagen und dann in die IT Beratung zu gehen?

00:02:43: Wie du schon gesagt hast, ich habe lange Zeit im Einzelhandel nach meiner Ausbildung gearbeitet.

00:02:47: Insgesamt sechzehn Jahre war auch in verschiedenen Unternehmen tätig.

00:02:50: Ich hab da viele Situationen, viele Menschen, viele verschiedene Orte kennengelernt.

00:02:56: Hab auch nicht immer in Berlin gewohnt.

00:02:57: also das war auch ein kleiner Change in meinem Leben und ich brauchte nach den sechszehn Jahren meine Tätigkeit dann einfach etwas Frisches was Neues.

00:03:06: Wo ich meinen Kopf ein bisschen mehr anstrengen musste.

00:03:10: Das ist natürlich im Einstehandel sehr viel Hands-on Und das hat mir auch super viel Spaß gemacht.

00:03:16: Ich brauchte aber dann wirklich einfach ein bisschen frischem Wind und habe überlegt, was kann ich jetzt machen?

00:03:20: Und hab mich dann in den vergangenen Jahrzehnten dazu entschieden Verwaltungsinformatik zu studieren an der HWR hier in Berlin, wo wir uns auch kennengelernt haben – genau!

00:03:30: Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, die ich da getroffen habe.

00:03:33: Also jetzt im Nachhinein betrachtet muss ich sagen... Das Beste, was ich wirklich machen konnte.

00:03:39: Weil vor allen Dingen auch in der Corona-Zeit dann saß für den Einzelhandel natürlich super schlecht aus und meine letzte Stationen, in der ich zuletzt gearbeitet habe ... Den Laden gibt's jetzt nicht mehr!

00:03:49: Der ist leider auch Corona zum Opfer gefallen... Und von daher kann ich nur sagen da hab' ich wirklich alles richtig gemacht.

00:03:58: Auch wenn man das nicht wissen konnte aber das war in dem Moment einfach ja was ich gefühlt habe, und das hab' ich gemacht.

00:04:06: Und es hab' auch keinen Tag

00:04:06: bereut.".

00:04:07: Tatsächlich bist du der Grund, weshalb ich hier bin?

00:04:10: Ich bin dir quasi ins Unternehmen gefolgt... Dichtig!

00:04:13: Wofür ich im Nachhinein sehr dankbar bin?

00:04:15: Ja, tatsächlich

00:04:16: auch.

00:04:16: Was sich aber auch interessant finde, ist der Fakt, dass du dich nach so langer Zeit ... Du sagst, du brauchtest einen Change und so.

00:04:22: Hast du länger darüber nachgedacht?

00:04:25: Schwirrte dieser Gedanke länger mit dir rum oder war das eine Entscheidung, die du schneller getroffen hast?

00:04:30: Ähm,

00:04:31: ich würde sagen Der Entscheidungsprozess waren vielleicht so drei Monate.

00:04:36: Ich habe natürlich schon ein bisschen geschaut, auf was hab ich los?

00:04:39: Was hat auch wirklich eine Zukunftsperspektive?

00:04:42: Wo kann ich längerfristig was damit anfangen?

00:04:45: Weil nicht jeder macht einen zweiten Bildungsweg und früher war das auch nicht so, dass es so gewöhnlich war also... viele Generationen, also auch so die Generationen sag ich mal vor mir.

00:04:55: Die haben irgendwie einen Beruf gelernt und sind dann auch gefühlt bis zur Rente da geblieben.

00:05:00: aber ich glaube so in den achtziger neunziger Jahren war die Mentalität vielleicht dann auch irgendwie so... Also in den Geburtsjahrgängen war die mentalität vielleicht so dass man gesagt hat okay das muss man jetzt wirklich nicht irgendwie fünfzig Jahre durchziehen und man kann dann schon auch mal was anderes machen Und das bringt einem ja selber auch irgendwie ein bisschen was für sein Mindset und für Erfahrungen.

00:05:21: Allgemein für seine Lebensqualität, also im früheren Job musste ich halt wirklich immer in den Laden und musste vor Ort sein, was ich jetzt natürlich nicht mehr habe.

00:05:30: Ich kann im Büro sein, muss nicht im Büros sein.

00:05:32: Ich bin für Kunden unterwegs auf Dienstreisen.

00:05:36: Aber ich kann aber auch im Homeoffice arbeiten!

00:05:38: Ich kann aus dem Ausland offener Workation arbeiten, was sich jetzt so kurz gemacht habe.

00:05:42: Das sind alles Möglichkeiten die der Job mit sich bringt, was ich in meinem früheren Job nicht hätte machen können.

00:05:47: Das ist natürlich auch ein Unterschied und ein Benefit, das man da wirklich erwähnen muss.

00:05:52: Und deswegen muss ich sagen ja also es war einfach eine gute und richtige Entscheidung.

00:05:58: Es hat einfach alles mit sich

00:05:59: gebracht.".

00:06:00: Auf jeden Fall dochs von der Monotonie im Einzelhände gesprochen?

00:06:03: Genau!

00:06:04: Wir haben nie einen Kunden, der so ist wie der vorheriger.

00:06:07: Wie du schon sagst, die ganzen Dienstreisen immer wieder neue Themen.

00:06:10: Technologie ist ständig im Wandel das heißt wir haben auch immer wieder neu aufkommende Themen was das Ganze auch viel spannender gestaltet.

00:06:19: Frage zwei

00:06:21: Was mich auch interessieren würde ist Du brauchst dir ein gewisses Set an Soft Skills im Einzelhandel und ich kann mir vorstellen dass viele auch adaptierbar sind auf deine Tätigkeiten jetzt welche Fähigkeiten würdest du sagen Hast du mitgenommen aus der Zeit im Einzelhandel und kannst sie jetzt in der Beratung anwenden?

00:06:40: Das ist auf jeden Fall ein guter Punkt.

00:06:42: Im Einzelhandel sind natürlich die Arbeit mit Menschen an der Tagesordnung, das haben wir in unseren Projekten auch also nicht nur aber zum großen Teil sag ich mal, wenn man in einem Laden steht mit nem Problem konfrontiert was dann halt in dem Moment da ist und dann musst du in dem moment ne Lösung für finden weil du möchtest natürlich dass der Kunde möglichst zufrieden wieder nach Hause geht.

00:07:04: Und Du weißt aber nicht was vorher kommt.

00:07:05: also es ist eine relativ... Ich würde sagen ne Art Hock Reaktion die du dann irgendwie auf ne Frage die alles sein kann ja bringen musst und das ist einfach ein bisschen Sozialpsychologie, auch manchmal ein bisschen Sozialtherapie.

00:07:22: Das kann alles sein und also das ist wirklich sehr divers was da alles auf einen zukommen kann.

00:07:30: Aber

00:07:30: auch Fingerspitzengefühl?

00:07:32: Auch

00:07:32: Fingerspitzengefühle aber auch manchmal man muss manchmal auch ein bisschen durchgreifen und auch ein bissel hart sein auch wenn das vielleicht nicht die eigene persönliche Prägung irgendwie isst.

00:07:44: Man muss dann trotzdem auch manchmal sagen, nein das geht jetzt halt nicht.

00:07:48: Und da muss man auch manchmal einfach irgendeine Regelfolgen, die es halt gibt und trotzdem aber ja nett und freundlich erklären und kann da irgendwie mit dem Vorschlag haben wir irgendwie in eine Situation gehen weil das kommt natürlich am Ende kommt's auch wieder fels aufs Unternehmen zurück oder hat irgend ein anderes Nachspiel schon in der Situation entscheiden, wie reagiere ich jetzt.

00:08:15: Und was ist auch irgendwie die rechtliche Vorgabe?

00:08:18: Daran muss ich mich halten.

00:08:19: und ja also man hat da schon auch eine Fürsorgepflicht für sein Team und das ist sehr breit gefächert und vielfältig.

00:08:28: aber das kann ich jetzt in meinen Projektsituationen so anwenden, weil man hat vielleicht auch irgendwie Wünsche vom Kunden oder es gibt vorgabengesetzliche Vorgaben.

00:08:39: Oder einfach was das Projekt mit sich bringt wo man nicht unbedingt ad hoc reagieren muss.

00:08:45: Vielleicht hat man ein zwei Tage Zeit oder eine Woche aber man muss dann schon ne Entscheidung treffen und das sage ich mal in der Situation zu entscheiden oder vielleicht auch zwei drei Tage darüber nachzudenken.

00:08:57: wie kann ich abwägen?

00:08:58: Was ist jetzt die beste Reaktion?

00:09:02: Das kann ich schon sagen, habe ich aus dem früheren Berufsleben mitgenommen.

00:09:05: Also es ist eigentlich alles People-Management, kann man sagen?

00:09:08: Das

00:09:08: stimmt!

00:09:09: Und das gibt ja eigentlich keinen großen Unterschied zwischen der Kundenbeziehung im Einzelhandel oder der Kunden-Beziehung und Dienstleistungssektor, weil am Ende sind das die, die du primär bedienen musst und mit denen du eben umgehen musst.

00:09:23: von daher... Aber ich finde, man merkt es dir auch sehr stark an Ich nenne dich ja immer sehr liebevoll Mutti, weil man merkt einfach einen riesigen Unterschied zwischen Leuten die frisch aus dem Studium kommen.

00:09:34: Was dieses Soft Skills angeht und zwischen jemandem wie dir der einfach schon diese Breite an Erfahrungen mitbringt.

00:09:42: Also man kann wirklich sagen oder ich würde sagen, Ich habe schon vieles gesehen.

00:09:45: Vielleicht nicht alles?

00:09:46: Es gibt immer noch Situationen wo ich mir denke okay das kenne ich jetzt noch nicht aber nehme mich ins Portfolio auf ja in die Wissensdatenbank.

00:09:54: ok Das kann also auch passieren.

00:09:56: es sind auch witzige Situation dabei.

00:09:58: Aber ich sage mal ich Kann viele situation Mit Humor und mit einer guten Beziehung zum gegenüber und mit Verständnis Und Lösungs orientiert denken kann ich das lösen.

00:10:12: Also auch wenn es wirklich mal eine Antwort oder keine Antwort auf eine Frage gibt, dann ... Wenn man dem gegenüber das Gefühl gibt, ähm... Ich kümmere mich drum und vielleicht kann ich's dir jetzt nicht sagen aber vielleicht sag' ich's mir morgen!

00:10:25: Ich glaube da fühlen sich die meisten Menschen schon abgeholt Und können damit erst einmal für den Moment leben.

00:10:32: Jetzt sind wir auch weg von der Monotonie.

00:10:34: Du hast einen diversen Alltag du bist viel flexibler daran wie du ihn gestaltest Du bist einfach anders unterwegs.

00:10:42: Was mich interessieren würde, dieser monatone Alltag?

00:10:45: Du verkaufst Dinge, du kümmerst dich um Zahlen, Controlling, ums Team im Einzelhandel.

00:10:52: Erfüllt dich dein neuer Beruf und wenn ja was daran?

00:10:57: Ja also kann ich nur sagen ja rundum weil die Projekte so verschieden sind, die Themen Schwerpunkte verschieden kann, okay das ist alles irgendwie Beratung in der öffentlichen Verwaltung.

00:11:08: und ja vielleicht ist ja Verwaltungen Deutschland auch irgendwie so man hat so ein Gedanken es ist Altbacken oder dass ist irgendwie nicht fortschrittlich oder so.

00:11:17: Das kann ich gar nicht bestätigen weil ich gestalte im Prinzip auch einen Teil davon mit auch wenn ich natürlich nicht alles im Einzelnen mitgestalten kann.

00:11:24: aber am Ende mache ich es ja auch ein bisschen für mich selber.

00:11:28: Also das ist tatsächlich so, dass ich sage, ich habe dann eine Stück weit Gestaltungsfreiheit und das hat man vielleicht... Im Einzelhandel nicht unbedingt, weil da ist sehr viel Micro-Management tatsächlich auch einer gewissen Compliance und so weiter geschuldet oder Corporate Design geschuldete oder was auch immer.

00:11:49: Da hat man schon hier ein bisschen mehr Gestaltungsfreiheit und kann seine Ideen mit reinbringen.

00:11:56: Das muss ich sagen das ist vorher nicht so unbedingt der Fall gewesen dass man das machen konnte.

00:12:01: Das heißt du kannst aktiv mitgestalten und du kannst es dann selber proben?

00:12:05: Genau.

00:12:05: Also, wenn du zum Amt gehst und einen Führerschein beantragst oder damals noch im Studium vielleicht ein Barvog oder so ... Du erlebst das halt hautnah mit wie die Dinge, die du auf den Weg gebracht hast dann auch in die Tat umgesetzt werden und funktionieren?

00:12:20: Das muss wirklich ein gutes Gefühl sein!

00:12:22: Ja, das ist super.

00:12:23: ich war tatsächlich überrascht, als ich letztens gelesen habe dass in Berlin schon über vierhundert Verwaltungsdienstleistungen digitalisiert sind.

00:12:30: Da dachte ich mir okay das ist auf jeden Fall... Das ist eine Hausnummer und da man die natürlich nicht alle vierhundert gleichzeitig benötigt kriegt man das natürlich auch nicht aktiv mit.

00:12:39: also wenn ich jetzt sage ich brauche ein Anwohnerpark aus Weiß und sehe dann oh das geht ja auch jetzt digital dann weiß ich das.

00:12:45: aber von den anderen dreihundert neunneinzig weiß ich es vielleicht nicht.

00:12:49: Aber das ist so auf jeden fall.

00:12:50: also das war in unserem Studium noch nicht der Status quo wo das Vierhundert Verwaltungsdienstleistungen waren, die digitalisiert waren.

00:12:57: Also da muss man schon sagen in der relativ kurzen Zeit ja wenn man bedenkt was da auch rechtlich und im Prozess dahinter alles steckt in so einer, sag ich mal Einführung von einem IT-System...

00:13:10: Was für Verfahren ne?

00:13:11: Vergabeverfahren?

00:13:12: Genau!

00:13:12: Was da alles zeitlich dran hängt, dann muss man sagen Okay, das ist auf jeden Fall ... Das kann man sich vielleicht nicht direkt damit tun hat.

00:13:20: Nicht so vorstellen was da alles hinten dranhängt.

00:13:22: aber wir haben ein bisschen besseren Einblick ja.

00:13:26: Man hört als Bürger auch irgendwie nur dass negative tatsächlich.

00:13:29: Ich glaube auch wenn wir beide in dieser Branche arbeiten würden werden es das wahrscheinlich auch nicht so klar weil man mit diesen positiven Nachrichten gar nicht so stark konfrontiert wird.

00:13:39: Frage drei

00:13:41: Jetzt komme ich aber auf das was mich schon Seit Anfang dieses Gesprächs hier auf den Fingern brennt, mei wir sind in einer von Männern dominierten Branche eingestiegen.

00:13:50: Ich habe vorhin eine Studie gelesen und ich hab danach gerechnet ob das zu unserem Studienanteil passt.

00:13:56: Passt auf, bit.coma-twanzigvierundzwanzig veröffentlicht dass der Anteil von Frauen im IT berufen achtzehn Prozent ausmacht.

00:14:03: Du erinnerst dich noch an das Verhältnis bei uns im Studium, ne?

00:14:06: Wir waren irgendwie nur acht Mädels oder so.

00:14:08: Ja genau!

00:14:09: Wir waren auch achtzehn Prozent.

00:14:11: Ist das so... Also

00:14:12: das deckt sich total.

00:14:13: damit fand ich total spannend als ich das gelesen habe.

00:14:18: Ich würde dich gerne fragen wie ist es in einer dominanten Branche zu sein?

00:14:23: weil wir sind nun mal in der Unterzahl.

00:14:25: was hat dich gestärkt daran hier anzufangen und was hättest du dir gewünscht?

00:14:31: Ich muss sagen Bei uns in der Firma kann ich tatsächlich gar nicht sagen, dass man das irgendwie merkt.

00:14:37: Dass wir in unserer Unterzahl sind.

00:14:39: Man sieht natürlich auch nicht alle Kolleginnen und Kollegen immer auf einen Haufen oder in einem Büro weil wir natürlich auch in Deutschland ein bisschen verstreut sind.

00:14:48: aber Ich muss sagen Das Gefühl kommt bei mir hier gar nicht auf, dass wir irgendwie nur die acht zehn Prozent wären.

00:14:56: Ja was hat mich bestärkt?

00:15:00: Ehrlich gesagt, so nicht wirklich drüber nachgedacht.

00:15:02: Ich hab's einfach gemacht und ehrlich gesagt ist mir das auch so ein bisschen egal ob dass Männer oder Frauen dominiert sind oder also ich sage auch immer okay die besten Köche sind auch oder die Star-Köche Michelin-Körche das sind meistens Männer ja bessere Visagisten sind auch oft Männer.

00:15:19: da würde man auch denken es ist vielleicht Frauen dominierte würde ich auch nicht unterschreiben.

00:15:23: Und ehrlich gesagt also da ich in der früheren DDR geboren und aufgewachsen bin Auch wenn ich bei der, beim Mauerfall jetzt noch klein war muss ich sagen das Gefühl habe ich auch beim in meiner Kindheit Jugend nicht so wirklich verspürt dass man dann gesagt hätte.

00:15:40: Das ist jetzt ein Männer- und Frauenberuf weil meine Mutter, meine Schwester sind beide Industriemechanikerinnen.

00:15:46: Das war für mich total normal, dass die halt auch irgendwie einen Handwerksberuf in der Industrie machen können.

00:15:53: Das habe ich gar nicht infrage gestellt.

00:15:54: Ja, man

00:15:54: ist ganz anders sozialisiert worden?

00:15:56: Genau!

00:15:56: Also das war tatsächlich anders...ja also das hab' ich irgendwie gar nicht hinterfragt.

00:16:01: Das war halt so und von daher ja habe ich schon immer sage ich mal das gemacht was ich dann auch wollte wo ich dachte dass passt zu mir und da habe ich jetzt Lust drauf.

00:16:09: deswegen habe ich das gar nicht irgendwie gar nicht für mich so in Frage gestellt und gedacht, okay ja Einzelhandel passt sehr viel besser als Frau oder überhaupt nicht.

00:16:20: Also jetzt muss ich sagen Ich bin da super glücklich darüber Und ich kann dann nicht irgendwie sagen das hätte ich lieber nicht machen sollen weil wir so eine männerdominierte branche sind.

00:16:29: Überhaupt nicht finde die Mischung macht es total und in unseren projekten oder in meinen Projekten ist Es wirklich auch wenn's irgendwie zwei Männer und sechs zwei Männer sechs Frauen Ja, zwei Frauen, sechs Männer sind.

00:16:43: Das ist völlig egal und man arbeitet so zusammen und holt das Beste aus dem Projekt raus und ... das wird eigentlich nicht wirklich erwähnt.

00:16:52: Ist auch irgendwie ein Mindset wahrscheinlich?

00:16:54: Genau!

00:16:54: Ich glaub' dass es die Hemmschwelle, ich hab ja schon gesagt wo du es anders sozialisiert, vielleicht wird uns als Frauen schon irgendwie die Hemmschwelle mitgegeben, dass wir glauben oh vielleicht lieber nicht.

00:17:04: Von daher freue ich mich sehr, dass du heute da warst und uns einen kleinen Einblick in dein persönlichen Werdegang gegeben hast.

00:17:11: Aber auch gezeigt hast, dass ein

00:17:13: Quereinstieg

00:17:14: total machbar ist und auch neue und echte Chancen liefert jobtechnisch aber auch an der persönlichen Weiterentwicklung.

00:17:23: Und danke auch, dass du vielleicht als Motivation für weitere Frauen gibst.

00:17:26: Ich hab schon gesagt, du hast mich aber du hast auch zwei weitere Frauen hier uns unternehmen geholt und damit in die IT-Branche und beide waren auch wirklich fachfremd.

00:17:34: also gut ich habe jetzt Verwaltungsinformatik studiert.

00:17:37: das war jetzt naheliegend Aber die beiden anderen hatten jetzt nicht unbedingt was mit IT am Hut aber haben sich ja auch gut eingefunden und Das ist ein erster Schritt eine richtig gute Richtung.

00:17:47: Danke für die ganzen Einblicke mehr!

00:17:49: Ich hoffe da ist auch so einige da draußen inspirieren auf jeden Fall.

00:17:54: Und ich danke auch euch, dass ihr heute wieder mit dabei wart!

00:17:57: Ich hoffe die ganzen Eindrücke waren für euch genauso inspirierend wie für mich und ich freue mich schon wenn ihr das nächste mal wieder dabei seid, wenn wir wieder ein Experten drei Fragen uns zehn Minuten

00:18:21: haben.

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